Jul 14

26km • 483hm • 1h:56m • 5

Heute in Karlsruhe 36 Grad. Wer fährt bei so ein Wetter Mountainbike? In den Bergen oberhalb von Bad Herrenalb hoffen wir auf mildere Temperatüren. Der Weg den Albtal hoch werden wir uns mit der Strassenbahn sparen.


Warten auf das 17:59 Strassenbahn nach Bad Herrenalb. Trotz hastig verschluchte Eis ist es immer noch Heiß und Schwül.


Wenig Wind in der Bahn. Schwitzen ist angesagt.


Los gehts! Hier ist es spürbar kühler als in den Karlsruhe Kessel.


Der Weg zum Ziel. Alles immer schön und ordentlich ausgeschildert im deutschen Schwarzwald. Ich bin ein gelber Diamant :-)


Der Weg bergauf ist auf Asphalt angenehm.


Da kann mann talwärts schauen und den Blick auf dem grünen Kronenschluss genießen.


Wir Powerbiker zischen den Berg hoch.


Langsam gibt der Asphalt nach. Es ist nicht mehr weit bis zum Gipfel.


Auf einem Felsbrocken steht das Gipfelkreuz. Es donnert und blitzt schon eine ganze weile.


Die letzten Meter müssen zu Fuß erklungen werden. Am Ende jede Bergsteigerung müssen die Füsse den Boden um den höchsten Punkt stampfen. Das ist Gesetz.


Oben! Wir schauen in Richtung Westen auf dem zurollenden Gewitter. Die Vogesen kriegen es jetzt schon ab. Der Regen wird uns bald erreichen und wir stehen schön am höchsten Punkt in der Umgebung.


Das Blitzschauspiel kann ich von hier aus gut anschauen. Ob ein Steinkreuz als Blitzableiter funktioniert? Da ich nur ein Meter davon entfernt stehe weiss ich nicht ob ich das unbedinkt will.


Wir entscheiden uns dafür ein paar Höhenmeter zu vernichten bevor das Gewitter uns erreicht. Am Südwesthang des Bernsteins geht es steil und holprig nach unten. Es bleibt uns nichts anderes übrig. Wir müssen schieben.


Nach ein paar hundert Meter finden wir ein Forstweg. Es fängt an zu tröpfeln. Im Wettlauf gegen die Zeit düsen wir den Berg runter.


In der Nähe von Altdorf fängt die Civilization uns wieder ein. Das ist auch gut so, weil der Sturm ist wirklich nicht mehr weit. Der Wind erschwert uns das Vorankommen.


Kurz vor Moosbron bricht dann der Sturm über uns ein. Wir flüchten in eine kleine Schutzenklave neben die Kirche. Das hilft uns aber wenig. Der Regen weht mühelos über uns. Was tun? Aus die Kirche kommend hören wir Gesang. Sollten wir die Gläubigen mit unserem nassbraunflecken ergänzten Bikerklamottenzustand stören? Ja klar.


Draußen blitzt est, hier gibt es die Erleuchterung! Die Pracht in dieser Dorfkirche überascht mich schon ein bisserl.


Und Weihwasser gibts für jene dem der Regenwasser nicht reicht. Gegen bares natürlich.

Wir warten das Gewitters ab dann fahren wir den bekannten Weg zurück in Richtung Ettlingen. Jetzt werden erst recht mit schlamm erweitert. Oh je! Und ich dachte, dass ich bei dieser trockenen Hitze mein Schutzblech nicht brauche.


Die Sonne geht über den Pfälzerwald runter. Wir gehen auch runter – nass und verdreckt in Richtung Vogelbräu.

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written by OzJeff


2 Responses to “Bernstein”

  1. 1. trommelmaus Says:

    hi jeff,
    ein ganz toller beitrag.
    gruß uli

  2. 2. Marcus Says:

    Hi Jeff,

    danke für Deine schönen Tour-Beschreibungen, so kann ich dann doch ein wenig mit dabei sein, auch wenn mein Arm noch lange nicht fit zum mitfahren ist :-)

    Gruß, Marcus

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